Cable Car und Weta Cave – Tag 2 in Wellington

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Ein neuer Tag bricht an in Wellington. Nach unserem Kino-Besuch haben wir gut geschlafen und machen uns auf den Weg, die Stadt im Hellen zu erkunden. Wirklich viel hatten wir ja gestern Abend noch nicht gesehen und wirklich weit waren wir auch nicht gelaufen. Das Wetter war mal wieder perfekt, wenn die Sonne schon zum Fenster rein scheint kommt man doch auch gleich gut aus dem Bett.

Sonnige Aussicht aus dem Hotel-Zimmer

Vom Pie zum Museum

Unsere erste Station des heutigen Tages war die Pie-Ecke der nahegelegenen Tankstelle – Frühstück. Die Neuseeländer lieben Pies. So wie es bei uns überall belegte Brötchen gibt, gibt es hier überall Pies. „Pie“ übersetzt man ja mit Kuchen, doch einen Blaubeer-Kuchen sucht man dort vergebens. Es gibt sie in allen möglichen Varianten, doch die allermeisten davon sind herzhaft und haben zum Beispiel Fleisch, Gemüse oder Käse drin. Oder alles gleichzeitig.

Pies
Nächster Halt: Te Papa

Trolle im Nationalmuseum

Gestärkt gingen wir weiter in Richtung Hafen. Dort machten wir einen (sehr) kurzen Abstecher ins Te Papa Museum. Dies ist Neuseelands Nationalmuseum und es gibt eine Menge zu sehen. Der Eintritt ist noch dazu gratis. Doch wegen des schönen Wetters beschlossen wir, doch lieber ein wenig die Sonne zu genießen, bevor wir bald wieder zurück im grau-verregneten, deutschen Februar waren. Wir sahen aber noch kurz die Trolle aus den Hobbit-Filmen, die ziemlich am Anfang des Museums standen. Jetzt sind sie dort nicht mehr zu finden, denn sie sind in den Vorgarten ihrer Entwickler-Firma Weta Workshop umgezogen.

Bill, Bert und Tom
Bert und Tom mit Weta-Taschentuch
Bill

Anschließend irrten wir eher ein wenig umher. Ohne richtiges Ziel einfach mal drauf los, hin und her. Wir kamen nochmal am Kino vorbei (nochmal das Stativ im Hellen geknipst), durch Palmen-gesäumte Wege und bunte Straßen. Uns fiel auf, dass hier mit Elektro-Bussen auf die Umwelt geachtet wird.

Kamera-Stativ
Fußweg
Elektro-Bus

Viel los am Hafen

Am Ende landeten wir wieder am Hafen. Hier ist alles sehr schön gemacht worden, sodass man hier gern spazieren geht. Noch dazu ist das Wasser so schön blau, dass ich gefühlt die ganze Zeit am fotografieren war. Noch dazu gab es Kanu-Fahrer auf dem Wasser, an einer Seite sprangen Leute von einem Brett ins Wasser, irgendwo zogen ein paar Schwimmer ihre Bahnen, wieder jemand anders stand mit einer Angel am Ufer.

Schöner Hafen
Kajaks
Angler
Schwimmer
Arschbombe
Kajak-Fahrer

Schließlich verließen wir den Hafen und machten uns auf den Weg zum Cable Car. Obwohl über die neuseeländischen Städte oft gesagt wird, dass man diese schnell verlassen soll, finde ich es hier doch ganz schön. Wenn ich das mal so mit Frankfurt vergleiche… hier gibt es viel schönere Häuser und sogar auch schönere Werbung (statt Banken-Werbung gibt’s Hobbit-Briefmarken-Werbung). Aber das schöne Wetter hilft natürlich auch ungemein.

Sunshine
Hobbit-Briefmarken-Werbung am Post-Gebäude

Per Cable Car zur schönen Aussicht

Schließlich sind wir an der unteren Station des Cable Cars angekommen. Mit diesem schönen, roten Gefährt ging’s auf einen kleinen Berg rauf. Von hier hat man eine tolle Aussicht über einen Teil der Stadt. Außerdem gibt’s eine Sonnenuhr und in einem Cable Car-Museum kann man ein altes Cable Car sehen. In das musste man nicht einsteigen, sondern konnte sich außen drauf setzen.

Talstation
Cable Car
Auf der Fahrt nach oben
Blick über die Stadt – mit Cable Car
Aussicht
Sonnenuhr, unten auf der Plakette stand die Anleitung, wie man sie bedient
Hier wohnt man bestimmt auch nicht schlecht
Altes Cable Car

Bei Gandalf, Lurtz und einem Harad-Leader

Wieder unten in der Stadt bezogen wir im Hotel ein neues Zimmer. In der Nacht würde Katharinas Freund ankommen, daher brauchten wir ein Bett mehr als vorher. Vom Hotel fuhren wir mit dem Auto zur „Weta Cave“. Zum Standort von Weta Workshop. Der Firma, die für die Herr der Ringe- und Hobbit-Filme alle Rüstungen, Waffen, Masken, Kulissen usw gebaut hat. Man kann hier eine Führung durch den Workshop machen und in einem kleinen Shop massenhaft Replika und Merchandise aus diesen und weiteren Filmen kaufen. Wir trafen uns kurz mit Daniel Falconer, einem Designer von Weta, den wir von einer Veranstaltung kannten. Er sagte uns, dass wir leider zu spät kamen und nun schon die letzte Workshop-Führung rum war. So ein Mist. Aber der Shop war auch toll. Winzig, aber neben zu kaufendem Kram sind hier auch ein paar Sachen ausgestellt. Es gibt einen lebensgroßen Gandalf und einen Lurtz, Rüstungen aus den Filmen und eine Menge anderes Zeug.

Weta Headquarter – hier im Garten stehen mittlerweile die Trolle aus dem Museum
Weta Cave
Durch die Troll-Tür geht man zur Workshop-Führung, die wir leider verpasst haben.
Gandalf, Gil-galad und Lurtz
Eomers Rüstung, Bilder unter der Decke und eine Variante des Witchkings/Hexenkönigs (der allerdings zu groß ist für die Vitrine)

Am Ende trafen wir uns noch mit Shane Rangi, einem Maori, der als Stuntman bei vielen Filmen mitgearbeitet hat. Sein bekanntester Film-Auftritt ist wohl der als Harad-Führer auf dem Mumakil (wurde von Eomers Speer getroffen). Auch bei den Narnia-Filmen hat er mitgearbeitet. Hab nochmal bei Youtube gesucht, da gibt’s seine Szenen zu sehen. Der Typ, der am Anfang ins Horn trötet und am Ende vom Olifanten fällt 😉 Da ist auch Heermeister Gamling ein paar Mal zu sehen, dessen Schauspieler wir ja am Anfang unserer Reise bereits in Auckland getroffen hatten.

Die kleinen Nerd-Freuden

Wir haben eine ganze Weile mit Shane vor dem Weta-Mitarbeiter-Eingang auf einem Tisch in der Sonne gesessen und uns unterhalten. Zwischendurch kamen immer mal wieder Leute rein und raus. Einen davon erkannte ich. Einige Male hatte ich schon die Behind the Scenes-Dokumentationen der Herr der Ringe-Filme gesehen (quasi ein mega-langes Making of). Da blieben ja doch ein paar Gesichter und Namen im Gedächtnis hängen. So auch er. Ich wollte aber nicht gleich negativ als bekloppter Fan auffallen, also ließ ich mir nichts anmerken und dachte mir nur „Aah, das ist Christian Rivers, wie cool!“. Ich fragte mich, ob ich ihn wohl nach einem Foto fragen soll. Aber nee, der war wohl auch nur froh, Feierabend zu haben, drum ließ ich ihn in Ruhe. Kaum war er um die Ecke, sagte Shane: „Das war übrigens Christian Rivers, kennt ihr den?“ Jaaa! 🙂 Achso, und da den wohl sonst kaum einer kennt, der nicht auch die Making ofs auswendig gelernt hat: beim Herrn der Ringe war er im Design-Bereich tätig, bei den Hobbit-Filmen war er bereits Regisseur für ein paar kleine Szenen – jetzt war er Regisseur im Ende des Jahres erscheinenden Film „Mortal Engines. Gute Karriere gemacht 😉

Wir machten noch ein Foto mit Shane und fuhren dann zurück zum Hotel. Nochmal Abendessen im Steer & Beer (da hatte es uns am Vorabend so gut geschmeckt) und ab ins Bett.

Abends in Wellington

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