1st Time New York: der erste Tag – Grand Central Terminal & Times Square

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Der erste Tag in New York. Ich war echt gespannt, wie es wird. Ist ja nicht irgendeine Stadt, die man da besucht. Gut, bei der gestrigen Ankunft und dem kurzen, nächtlichen, fotoapparatfreien Besuch am Times Square hatte ich das Herzstück der Stadt ja quasi schon gesehen, aber der Urlaub begann ja jetzt erst richtig. Ich war vorher etwas angespannt. Was, wenn mir die Stadt nicht gefällt? Immerhin würden wir jetzt für knapp 3 Wochen hier sein. Doch diese Anspannung war ganz unbegründet.

Alles ist neu! Und spannend! Uh, ein Schild!  

Die erste Nacht war gut überstanden und wir machten uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Also … ich zumindest. Der Alex war ja schon 3mal dort gewesen, der kannte ja schon alles. Dieses Mal ließen wir unsere Fotoapparate nicht in unserer Airbnb-Wohnung zurück. Wir gingen einfach mal drauf los. Richtung Uptown. Egal, ob die Gebäude irgendwie berühmt oder bekannt waren oder nicht, sie wurden trotzdem geknipst, wenn sie für uns gut oder außergewöhnlich aussahen. Und das tun ja doch irgendwie die meisten. Selbst die Straßenschilder wurden geknipst, obwohl nichtmal 5th Avenue drauf stand. Aber wenn man sonst bloß Hauptstraße und Goetheweg gewohnt ist, maximal noch B7 und K2 (wenn man in der Quadrate-Stadt Mannheim wohnt), dann findet man so eine Lexington Avenue und 23rd Street eben irgendwie total cool.

United States Post Office
Straßenecke
Lexington Avenue
Schöne Gebäude (ok, und auch nicht so schöne… oder welche mit Gerüst)
Wolkenkratzer 🙂 (aber keine Wolken zum Kratzen da)

Nächster Halt: Manhattan, Hauptbahnhof

Ziemlich bald kamen wir zum Grand Central Terminal. Der Hauptbahnhof. Ui. Von hier kann man aus New York nach überall hin fahren. Dachten wir so. Denn für sowas ist doch ein Hauptbahnhof da. Vor allem, wenn er über 60 Gleise hat. Wir sahen uns die Fahrpläne an und stellten fest, dass man irgendwie bloß ein ganzes Stück Richtung Norden fahren konnte und sonst bloß ins nähere Umland. Denn der „Hauptbahnhof“ von New York heißt Penn Station. Von dort aus kommt man in die große weite Welt. Oder zumindest in die große Weite der USA. Doch früher gab’s eben bloß das Grand Central Terminal und die sieht ziemlich cool aus. Eine riesige, hohe Halle mit hohen Fenstern und Sternbildern an der Decke (wie wir bei einem späteren NY-Besuch lernten: die sind spiegelverkehrt – oder „so wie Gott sie von oben sieht“), eine ganze Menge Gänge, Treppen und Rampen, viele kleine Geschäfte, Restaurants und Imbisse.

Willkommen im Grand Central Terminal
Die Ausgänge sind beschriftet, damit man weiß, wo man landet
Buntes Treiben im Bahnhof
In der Mitte der großen Halle, auf einem Info-Häuschen: eine goldene, runde Uhr.
Oben: Bahnhofs-Panorama | Links: Stars & Stripes | Rechts: ein schön verziertes Haus, draußen, nichtmal in der Nähe des Bahnhofes, aber ich brauchte ein zweites Hochkant-Bild für die bessere Platzierung 😀

Man kann sich im Bahnhof fast verlaufen, so viele Gänge und Gleise gibt es. Wahrscheinlich verändern die sich auch, wenn man gerade nicht hinguckt. Und führen plötzlich wo anders hin. Wie in Hogwarts. Jedenfalls kamen wir aus einem komplett anderen Ausgang heraus, als wir reingegangen sind. Gut, könnte damit zu tun haben, dass wir einen der „Haupteingänge“ genommen haben und durch einen Seiteneingang rausgingen. Ich vergleiche im Urlaub ja immer gerne alles mit Deutschland. Und Deutschland kommt dabei irgendwie nie so gut weg. Noch nichtmal beim Bahnhofsseiteneingang. Aber ist doch so: denkt mal an einen Seiteneingang eines beliebigen Hauptbahnhofes einer großen Stadt in Deutschland. In den meisten Fällen ist das eine unscheinbare Tür oder Durchgang, aus Beton oder diesen Steinen, die aus zig kleinen Fitzelsteinchen bestehen. Und in ungefähr allen Fällen stinkt es dort nach hingepinkelt, es liegt Müll herum, zig Kaugummis auf dem Boden. Oder evtl sogar an der Wand. Neben den Graffittis. Aber dieser kleine, unscheinbare Seiteneingang des Central Terminals war gar nicht so. Er ging zwar an seinem Platz fast unter und man würde gar nicht bemerken, dass es der Eingang zum Bahnhof ist, stünde nicht in goldenen Buchstaben „Grand Central Terminal“ darüber. Aber trotzdem ist er sehr hübsch, mit Schnörkeln und Verzierungen. So stelle ich mir eher den Eingang zu einem alten, luxuriösen Hotel vor.

Schön verzierter Seiteneingang. Bzw Ausgang jetzt für uns.

Bücherei in New York

Vom Bahnhof aus folgten wir der 42nd Street und kamen zur berühmten New York Public Library, kurz NYPL. Ein wirklich schönes Gebäude mit steinernen Löwen davor (Fun Fact: die beiden heißen Patience und Fortitude – Geduld und Tapferkeit). Wir beschließen, an einem anderen Tag reinzugehen, da wir doch das schöne Wetter ausnutzen müssen, um draußen zu sein. Hätten wir übrigens eigentlich gar nicht machen müssen, da es in den etwa 3 Wochen bloß 2-3 Mal kurz und einmal lang geregnet hat. Egal.

Die 5th Avenue – hat auch schon die Bücherei im Schild drin stehen.
Und die Library hat ihren eigenen Weg.
Die wohl berühmteste Avenue Manhattans.
Die Public Library 🙂 (ja, es gibt natürlich noch weitere Filialen, aber wohl keine ist so bekannt wie diese)
Einer der beiden Löwen

Promis in New York

Wir gingen um die Library herum und betraten den dahinter liegenden Bryant Park. Beim Betreten hatten wir schon gesehen, dass darin ein nicht gerade kleines Film-Set aufgebaut war. Überall lagen dicke Kabelstränge, ordentlich sortiert an den Wegränden, es standen große Lichtstative herum und einige Flags – so heißen die großen, gespannten Stoff-Flächen, mit denen man zum Beispiel Schatten machen oder das Licht weniger hart machen kann. An einer Stelle hing ein laminierter Din A4-Zettel. Darauf stand, dass wenn man dem Weg nun weiter folgte, man evtl im Bild sein könnte und man dafür seine Rechte abgibt. Man konnte aber sehen, dass noch mit dem Aufbau beschäftigt war und wir gingen den Weg entlang. Außerdem waren wir ja auch neugierig, wie in Amerika gearbeitet wird. Natürlich genauso wie in Deutschland – aber ungefähr 10 Mal fetter. Mehr Equipment, mehr Leute, mehr Brimborium. In einer Traube von Menschen konnte man erkennen, dass dort jemand geschminkt wurde. Heißt es nicht, in New York trifft man immer Promis? Naja, „getroffen“ ist nun wahrscheinlich der falsche Ausdruck, immerhin waren mindestens 20 Meter und etwa 20 Leute zwischen uns. Aber da stand Heidi Klum. Wir vermuten, dass dort vielleicht ein Werbefilm gedreht wurde.

Vor der Library
Hinter der Library

Mittlerweile war ich übrigens schon 4mal in New York. Und hab danach nie wieder irgendnen Promi irgendwo gesehen. Also … nicht, dass ich Ausschau halten würde, aber anderen laufen ja scheinbar dauernd welche über den Weg.

Vom Park ins Getümmel

Vom Park aus bogen wir schließlich von der 42nd Street ab und gingen weiter „nach oben“. Uptown. Oder auf Deutsch: nach Nordosten. So kamen wir zum Times Square, dieses Mal im Hellen. Da ist er trotzdem auch beeindruckend. Etwas weniger beeindruckend waren die Straßenkünstler, mit denen man sich zusammen fotografieren konnte. Klar, manche dort sind echt klasse und haben aufwendige, detailreiche Kostüme an. Doch viele auch irgendwie nicht so. Ein kleines Beispiel? Ich dachte immer, die Minions sehen aus wie Tic-Tacs. Der hier aber irgendwie nicht.

Ein hohes Haus. Hm. Könnte das Teil des Rockefeller Centers sein? Nee, das hat doch andere Fenster. Also dann irgendein anderes hohes Gebäude. Unten links die Spitze gehört jedenfalls zum Empire State Building
Viel los auf dem Weg zum Times Square. So voll wie es auf dem Bild aussieht, war es aber eigentlich gar nicht. Man konnte normal gehen, ohne Platzangst zu bekommen 😉
Ein … ähm … Plattkopf-Minion.

Am Times Square war gerade Großbaustelle. Früher konnte man links und rechte mit dem Auto herfahren, jetzt sind beide Straßen dicht, Fußgängerzone. Nur eine Querstraße gibt’s noch. Als wir dort waren, war der Umbau noch in den letzten Zügen.

Baustelle vorm Hard Rock Café / Paramount Building
Baustelle, Verkehr und viele Werbewände

Laaaaange Schlange – fürs Musical

Unterhalb der hohen, markanten Neujahrs-Ball Drop-Werbewände gibt es eine Treppe. Die ist immer belagert von Touristen, denn von hier aus kann man den ganzen Platz überblicken. Das Gewusel der Menschen, den Verkehr auf den Straßen, das Leuchten der zahlreichen Werbewände links und rechts. Und übrigens auch die tkts-Schlange. Bei tkts kann man Musical-Tickets kaufen. Die sind – wie überall – sauteuer, weshalb man unterhalb der Treppe noch Last-Minute-Tickets bekommen kann. Diese sind dann angeblich saugünstig. Nur steht man dafür dann unter Umständen auch mal ein paar Stunden in der Schlange. Um dann im schlimmsten Fall hören zu müssen, dass das gewünschte Musical am gewünschten Tag schon ausverkauft ist. Zum Glück sind wir beide keine Musical-Fans, sodass uns das ziemlich egal war.

New York Police Department – und Werbung für’s Mamma Mia!-Musical
Aussicht von der tkts-Treppe über den Times Square und die Ticket-Schlange. Ende (bzw Anfang) der Schlange ist unter/hinter diesem Standpunkt. Also noch lange kein Ende in Sicht.
Werbung Werbung Werbung. Und ein Disney-Store.
Noch mehr Werbung
Werbung – und Nachrichten. Und Tische mit Stühlen zum Hinsetzen.

Übrigens sahen wir noch einen weiteren Film-Dreh am Times Square. Im Vergleich zum Heidi Klum-Dreh echt winzig, aber wie die Menge des Equipments zum Arbeitsaufwand stand, doch wieder ziemlich groß. Hier vermuten wir aber eher, dass es sich um ein Musikvideo handelte. Evtl von einem Inder? Keine Ahnung. Wir kannten den Mann nicht.

Recruiting Station der US Armed Forces. Und davor: ein kleiner Filmdreh. Und drumrum (um die Station-Box): lauter Equipment. Und eine riesige Flag.

Und so verließen wir den Times Square wieder und machten uns auf den Weg Richtung Central Park. Der bekommt aber einen eigenen Beitrag 😉

6 Replies to “1st Time New York: der erste Tag – Grand Central Terminal & Times Square”

    1. Das glaube ich 🙂 Es wird bestimmt toll. Lass dich dort nicht stressen (man tendiert dazu, 37 Dinge an einem Tag machen zu wollen) und hab viel Spaß!

    1. Das freut mich, dass dir die Fotos gefallen 🙂 Kommen gleich auch neue. Ich drück dir die Daumen, dass du es auch bald dort hin schaffst – zumindest die Flüge sind momentan sehr günstig 🙂

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